ImmoUp Ried

ImmoUp Ried – Österreichs erster Immobilien Standortwettbewerb in der Innenstadt

Anknüpfend an die zwei erfolgreichen und in dieser Form bis dahin in Österreich einmaligen Innenstadt-Betriebsansiedelungsprogramme StadtUp (2017/2019 mit 8 realisierten Ansiedelungen; 2,5 Mio. € Gesamtinvestment; 30 zusätzlichen Arbeitsplätzen und 2.400 m² adaptierten Flächen) starten Stadtgemeinde und Stadtmarketing eine weitere Maßnahme zur Attraktivierung des Rieder Stadtkerns – ImmoUp Ried.

Studie „Zukunft Innenstadt“ als Grundlage für ImmoUp

Im Jahr 2018 initiierte die Stadtgemeinde eine Untersuchung der innerstädtischen Immobilienstrukturen. Zentrales Ergebnis dieser Analyse war, dass in den Obergeschossen der Innenstadthäuser deutlich mehr ungenützter Raum zu verzeichnen ist als in den Erdgeschosszonen. Zudem wären viele Hausbesitzer*innen latent investitionsbereit, es fehle aber das entsprechende Know-How bzw. auch inhaltliche Verwertungsperspektiven.

ImmoUp in drei Umsetzungsschritten

Auf Basis dieser Studienergebnisse sowie den Erfahrungswerten der letzten Jahre in der Kommunikation mit Rieder Hausbesitzer*innen und ansiedelungswilligen Betrieben entwickelte die ARGE Stadtmarketing Ried in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt das Projekt ImmoUp Ried. Vorrangiges Ziel ist es, den Eigentümer*innen Potentiale ihrer derzeit ungenutzten Objekte aufzuzeigen und die Umsetzung dieser Ansätze tatsächlich möglich zu machen. Ein wichtiger Fokus wird dabei auf großflächige Gebäude bzw. Gebäudeensembles gelegt, in welchen multi-funktionale, neuartige bzw. innovative Nutzungen (Wohnen, Büros, Geschäftsflächen, etc.) etabliert werden, um somit dauerhaft zusätzliche Frequenzen zu sichern.

Das LEADER-geförderte Projekt läuft in drei Stufen ab. Im ersten Schritt wurden bereits alle Innenstadt-Eigentümer*innen postalisch über das Projekt informiert sowie zu einem kostenfreien Beratungsgespräch mit einem externen Immobilienberater eingeladen. Dafür zuständig ist Prof. (FH) Dr. David Koch, Leiter des Instituts für Energie-, Facility-& Immobilienmanagement und Professor (FH) für Immobilien-ökonomie an der FH Kufstein, der ein einzigartiges und anwenderfreundliches System entwickelt hat, mit dem sich anhand weniger Kenngrößen abschätzen lässt, welche Investition notwendig ist, um bestimmte Nutzungen in einem Gebäude zu realisieren, und in welchem Zeitraum sich diese amortisiert.

Diese Gespräche werden Ende September stattfinden; erste Interessierte haben sich bereits rückgemeldet. Anschließend werden alle interessierten Liegenschaftseigentümer*innen zu 3 Workshops eingeladen, welche dazu dienen Eigentümer*innen, Bauträger, Projektentwickler, Finanzierungspartner, Netzwerkpartner zusammenzubringen, Know-How weiterzugeben und erste konkrete Umsetzungsideen zu entwickeln.

Im 3. Schritt initiiert das Stadtmarketing einen Wettbewerb, bei dem konkrete Nutzungskonzepte eingereicht werden können. Die bis zu drei Siegerprojekte erhalten im Anschluss – ähnlich dem StadtUp-Modell – zielgerichtete Unterstützungs-leistungen (z.B.: immobilienwirtschaftliche Verwertungsberatung, Finanzierungs-beratung, baulicharchitektonische Leistungen, vergünstigte Handwerkerkonditionen, etc.) Lokaler Partner bei der Realisierung ihrer Ideen.

17 lokale Partner unterstützen ImmoUp

Ähnlich der beiden StadtUp-Wettbewerbe kann sich das Stadtmarketing bei ImmoUp auf zahlreiche Netzwerkpartner verlassen, die somit innovative Ideen in Ried erst möglich machen. Neben dem Stadtbauamt unterstützten die Architekturbüros Bauböck, Grusch und Matulik, die Sparkasse Ried-Haag und die Raiffeisenbank Region Ried, die Steuerberatungskanzleien PZP und Uniconsult, die Oberösterreich Versicherung, die Rechtsanwälte Wintersberger-Riess, Mag. Elisabeth Mitterbauer und Dr. Georg Watschinger, Notar Dr. Peter Raab und Partner sowie die Handwerksbetriebe Malerei Großbötzl, Fox Holz Boden und die Energie Ried die Siegerprojekte auf ihrem Weg zur Realisierung. Ebenfalls involviert ist BizUp, die Wirtschaftsagentur des Landes Oberösterreich.